Viele Kulturen - eine Sprache. Chamisso-PreisträgerInnen im Dialog mit SchülerInnen.

Autorenbegegnungen zur Initialzündung für Toleranz

Das Projekt sensibilisiert für das Ausdrücken eigener Befindlichkeiten und stärkt das Einfühlungsvermögen in die Gedankengänge des Gegenübers. Fragen nach dem Wert von Literatur für die Gesellschaft, den Einzelnen und den Autor werden aufgeworfen.

Der Adelbert-von-Chamisso-Preis und -Förderpreis wird verliehen an AutorInnen, die auf Deutsch schreiben, aber selbst nicht deutscher Sprachherkunft sind.

 

AutorInnen auf Lesereise 2018

Es gehen nicht nur ausgewählte AutorInnen auf Lesereise. Sie möchten erfahren, ob auch Chamisso-PreisträgerInnen aus den Vorjahren noch veranstalten? Kontaktieren Sie uns!

Copyright: Alexandra Pawloff

Barbi Marković

„Superheldinnen“ (Roman)

(ab 15 Jahren)

Interaktive Lesung mit Gespräch und / oder Schreibwerkstatt

Jeden Samstag treffen sich drei Superheldinnen in einem heruntergekommenen Café zu einer Arbeitssitzung: Mascha, die mutige Stütze der Gruppe, Direktorka, unerfahren, aber experimentierfreudig, und Marijas Enkelin mit dem dehnbaren Gewissen und der Rache im Blut. Sie verfügen über dunkle, chaotische Kräfte, bringen Gerechtigkeit in die Vorstädte und planen vergeblich ihren Aufstieg in den Mittelstand. Blitz des Schicksals und Auslöschung sind ihre Waffen, mit denen bereits Großmutter Marija ein ganzes Land destabilisierte. Werden die drei Superheldinnen nach gescheiterten Auftritten und schmerzhaften Lehrzeiten in Berlin, Belgrad, Sarajevo triumphieren?

Copyright: Holm-Uwe Burgemann

Senthuran Varatharajan

„Vor der Zunahme der Zeichen“ (Roman)

(ab 14 Jahren)

Interaktive Lesung mit Gespräch und / oder Schreibwerkstatt

Durch Zufall beginnen Senthil Vasuthevan und Valmira Surroi ein Gespräch auf Facebook. Er lebt als Doktorand der Philosophie in Berlin, sie studiert Kunstgeschichte in Marburg. Sieben Tage lang erzählen sie sich von ihrem Leben, ohne sich zu begegnen. Ihre Nachrichten handeln von ihren Familien und ihrer Flucht aus Bürgerkriegsgebieten, von ihrer Kindheit im Asylbewerberheim und ihrer Schul- und Studienzeit. Hochreflektiert schreibt Senthuran Varatharajah in seinem Debütroman über Herkunft und Ankunft, über Erinnern und Vergessen und über die Brüche in Biographien, die erst nach einiger Zeit sichtbar werden.

 

Senthuran Varatharajah, geboren 1984, studierte Philosophie, ev. Theologie und Kulturwissenschaft in Marburg, Berlin und London. Senthuran Varatharajah lebt in Berlin.

Der Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis wurde ihm 2017 verliehen.

Copyright: Lukas Beck

Michael Stavarič

 

Michael Stavaričs Werk, das neben Gedichten, Romanen, Essays und Erzählungen auch Kinderbücher umfasst, ist vom kreativen Zugang zur Sprache geprägt. Die formale Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache ist und bleibt der Angelpunkt seines literarischen Schaffens. Er verbindet in seinen Arbeiten immer wieder das Surreale mit dem Absurden und das Groteske mit dem Ironischen.

AutorInnen auf Lesereise 2017

Es gehen nicht nur ausgewählte AutorInnen auf Lesereise. Sie möchten erfahren, ob auch Chamisso-PreisträgerInnen aus den Vorjahren noch veranstalten? Kontaktieren Sie uns!

Chamisso-Förderpreis 2007

„Im Jahr des Affen“

Interaktive Lesung mit Gespräch und/oder Schreibwerkstatt

Mini ist eine Banane: außen gelb und innen weiß. Ihr Vater hingegen bleibt durch und durch gelb: Er spricht nur gebrochen Deutsch und betreibt ein Chinarestaurant. Als ihr Vater ins Krankenhaus kommt, muss Mini im Restaurant schuften, sich mit dem trotzigen Koch streiten – und sie kann Bela nicht wiedertreffen, bei dem sie so viel Ruhe gefunden hat. Dann reist auch noch Onkel Wu an. Der traditionsbewusste Chinese holt die Vergangenheit wieder hoch: das frühere Leben, die gefährliche Flucht als Boatpeople aus Vietnam. Poetisch, klug, unterhaltsam: Der ungewöhnliche Roman erzählt von der Tragik des Andersseins, der Suche nach Heimat – und der Suche nach Glück.

„Im Jahr des Affen“ ist 2017 für den Deutschen Jugendliteraturpreis, Sparte Jugendbuch, nominiert.

AutorInnen auf Lesereise 2016

Zehra Cirak

Chamisso-Förderpreis 2001

Die in Istanbul geborene Deutschtürkin (Jahrgang 1960) lebt seit ihrem 3. Lebensjahr in Deutschland. 1987 veröffentlichte die Lyrikerin den ersten Gedichtband.

Zehra Cirak beschäftigt sich in ihrer lyrischen Arbeit mit allgemeinmenschlich-existentiellen und privaten Brüchen und Übergängen, wobei Liebesgedichte und poetologisch-sprachkritische Gedichte einen Schwerpunkt bilden.

Matthias Nawrat

Copyright: Lorena Simmel

Chamisso-Förderpreis 2012

Matthias Nawrat, 1979 im polnischen Opole geboren, siedelte als Zehnjähriger mit seiner Familie nach Bamberg über. Er studierte in Freiburg und Heidelberg Biologie, danach am Schweizer Literaturinstitut in Biel. Für seinen Debütroman «Wir zwei allein» (2012) erhielt er u. a. den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis. Sein Roman „Unternehmer“ (2014), euphorisch besprochen und für den Deutschen Buchpreis nominiert, wurde u. a. mit dem Kelag-Preis und dem Bayern 2-Wortspiele-Preis ausgezeichnet. Sein jüngster Roman ist "Die vielen Tode unseres Opas Jurek". Matthias Nawrat lebt in Berlin.

Termine und Umfang

Das Projekt läuft bis Juli 2016.

Interessierte Bildungs- und Kultureinrichtungen können sich bereits für Veranstaltungen anmelden bzw. eine/n AutorIn für ihre Region anfordern.

Die AutorInnen gehen i. d. R. drei Tage auf Veranstaltungsreise durch Mecklenburg-Vorpommern. 

 

 

Kooperationspartner

Lesepfad MV - Agentur für Leseförderung in Mecklenburg-Vorpommern, Literaturhaus Rostock e. V.

Bibliotheken in Mecklenburg-Vorpommern

Literaturhaus Rostock

Förderer

Friedrich-Bödecker-Kreis in Mecklenburg-Vorpommern e.V. | Arno-Holz-Straße 01 | 18057 Rostock | mail@boedecker-mv.de | Datenschutz